LYDIA... - ist nicht zu stoppen!

Ist das eine Aufregung und ein Gewusel in der Aula im Schulzentrum Süd in Springe an diesem ersten Adventssonntag 2016! Die Umstellung von der großzügigen Stadthalle in Osterode eine Woche zuvor wieder auf eine unbekannte, kleinere Schulaula ist besonders für das Kulissen- und Requisiten-Team eine Herausforderung. Die letzte Aufführung in der vollbesetzten Aula wird dann aber doch wieder Dank Erfahrung und Improvisationsgeschick der Hauptverantwortlichen sowie der Aufmerksamkeit der Akteure ein voller Erfolg!

Nach über einem Jahr intensiver Arbeit steht die letzte Aufführung an – mit einem lachenden und einem weinenden Auge. 2016 stand ganz im Zeichen des zeitintensiven Musical-Projekts, für das auch viele persönliche Termine „umgebogen“ werden mussten. Über die neu gewonnene Freiheit an den Wochenenden freuen sich daher auf der einen Seite alle Beteiligten – aber zunächst überwiegt der Abschiedsschmerz. Die intensive miteinander verbrachte Zeit hat auch zusammen geschweißt, man hat sich kennen- und schätzen gelernt. Freundschaften sind entstanden und jeder hat mit seiner Arbeit im Zusammenspiel zum Gelingen eines erfolgreichen Großprojekts beigetragen. "Die gute Nachricht ist nicht zu stoppen (...). Der gute Same wird weiterfliegen, sich tausendfach vermehren, bis ans Ende der Welt..." singt der LYDIA-Chor. Und so ist auch das Gute und Nachwirkende des LYDIA-Musicalprojekts nicht zu stoppen. Alle mit Herz und Hand Mitwirkenden, vom Chorkind bis zum Handwerker, nehmen dieses persönlich bereichernde Erlebnis mit.  

Mit diesem Stimmungsbild gehen am Sonntag, 27. November, alle Darsteller und Mitwirkenden vor und hinter den Kulissen in die Aufführung… Auch Mara, die betreuende Theaterpädagogin mit dem besonderen Gespür für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, ist nochmals gekommen, um ihre „Schützlinge“ zu sehen. Das aufmerksame Springer Publikum lässt sich schnell mitnehmen auf die Reise durch Lydias bewegtes Leben. Alle geben nochmals ihr Bestes – ob Darsteller, Chor oder das Orchester, das dieses Mal seinen Platz dicht an der Bühne gefunden hat. Auch Technik und Veranstaltungsorganisation arbeiten eingespielt und motiviert.

Spontan vorweihnachtlich geht es bei dieser Aufführung am 1. Advent zu: In Lydias Zimmer steht ein kleines Tannenbäumchen auf dem Tisch und die beiden Kofferträgerinnen tragen witzige Nikolausmützen mit Wackel-Bommel. Das Publikum lässt sich damit gern überraschen und erheitern. Umjubelt werden wie bei den Aufführungen zuvor neben den Hauptdarstellern auch wieder die farbenfrohen Bauchtänzerinnen, die süßen Purpurschnecken mit ihrem Tanz, zwei träge Soldaten, eine „angewurzelte“ Götterstatue, die bunte Marktszene, die fetzige Modenschau oder der schnellste Überbringer von Nachrichten. Und dann singt der Chor das letzte Lied „Steig in das Boot des Lebens ein…“ – die Aufführung ist zu Ende, das Publikum spendet begeistert stehend Applaus.

Viele liebe Dankesworte, unter anderem auch vom Bezirksältesten Rainer Lorenz, zuständig für den gastgebenden Kirchenbezirk Hannover-Südwest, werden gesagt. Berührend auch die Worte von Franziska Heidemann, einer der Hauptdarstellerinnen, die sich zum Sprecher für die Kinder und Jugendlichen sowie deren Eltern macht. Sie überreicht allen 16 Hauptverantwortlichen ein ganz persönliches Geschenk, einen mit Sternen beleuchteten Bilderrahmen mit allen Unterschriften der Kinder. Das Musical-Team habe aus jedem einzelnen der hundert Darstellern auf der Bühne einen „Star“ gemacht, erklärt Franziska das Geschenk. Die Idee dazu kam kurzfristig von Eltern und der Initiative von Melanie und Silvan Meier. Und Silvan baute schließlich die vielen Rahmen in einer „Nacht- und Nebelaktion“ noch für die Abschiedsvorstellung geschickt zusammen.  

Das Springer „Wohlfühlteam“ aus der Kirchengemeinde vor Ort hat sich auch noch etwas Liebevolles für die Kinder ausgedacht. Sie bedanken sich bei jedem Darsteller mit einem Schweinchen-Schlüsselanhänger und einer kleinen daran befestigten Dankesbotschaft. Alle Akteure und Mitwirkenden erhalten auf der Bühne zudem noch eine rote Rose zum Abschied.

Einen besonderen Schlusspunkt setzt Ralf Meier: Er überbringt die Einladung zur Aufführung von LYDIA in Hamburg im Frühjahr 2017*! Ein Trost für alle, bei denen doch noch beim Abschied die Tränen fließen…

 

Tausend Dank an dieser Stelle vom gesamten Musical-Team für diese tolle Zeit und den berührenden Abschluss in Springe. Zwischen 3.000 – 3.200 Zuschauer konnten insgesamt in allen Aufführungen begrüßt werden – ein toller Erfolg, zu dem alle beigetragen haben!

Und nun eine wunderschöne Advents- und Weihnachtszeit, einen tollen Jahreswechsel! 

* Aktualisierung am 22.02.2017: Leider kann die für Hamburg in Aussicht gestellte Aufführung aus organisatorischen Gründen nicht mehr stattfinden. Damit ist die Aufführung in Springe die letzte im Rahmen des Musicalprojektes LYDIA.